Home stretch

Die letzte Woche unserer fünf monatigen Reise ist angebrochen. Wenn man so will, sind wir gewissermaßen schon auf dem Weg Richtung Heimat. Nach über einen Monat im peruanischen und bolivianischen Hochland, machen wir noch einen Zwischenstopp an der Küste bevor es dann für die letzten Tage nach Lima geht. Ein bisschen Sonne tanken, nach der ganzen Kälte und bevor es wieder ins kalte Bremen geht, kann ja nicht schaden. Auch wenn das Verlassen des Hochlandes den Schlussteil unserer Reise bedeutet, sind wir beide nicht besonders nostalgisch. Wir haben auf dieser Reise fünf so unterschiedliche Länder bereist, haben so viel erlebt, dass ich mittlerweile das Gefühl habe, dass es mir schwerer fällt, Faszination für neues aufzubringen. Das soll keineswegs die letzten Abschnitte dieser Reise degradieren, wir merken dadurch  lediglich, dass es vielleicht an der Zeit ist für uns  nach Hause zu kommen. Gleichzeig wissen wir aber auch, dass dies nicht unser letzter Besuch in Südamerika bleiben wird. Dafür war die Zeit zu spannend, die Länder zu schön und die Leute zu intersant. Insofern genießen wie diese letzten Tag in vollen Zügen, denn wir wissen es ist kein „Adios sudamerika“, sondern eher ein “Hast luego”!

Machu Picchu und Mucho Nebel

Nachdem wir uns in Arequipa getrennt haben und beide jeweils allein herumgereist sind (ich hab meine Eltern in New York besucht und die großartige Skyline von Manhattan bestaunt, während David eine Woche ohne Strom und heiß Wasser als Voluntär Gartenarbeit verrichtet hat), wurde es Zeit für eine mehr oder weniger emotionale Reunion in Cusco und das aus gutem Grund: der Inka-Trail nach Machu Picchu stand an! Nachdem die Beleidigungen, äh, Begrüßungen ausgetauscht waren und wir jeweils die besten Geschichten unserer Soloreisen ausgetauscht hatten, ging es am nächsten Tag auch schon direkt los.

Den Inka-Trail hatten wir bereits letzten August in Bremen gebucht, praktisch als Highlight unserer Südamerikareise. Es war ein seltsames Gefühl ihn jetzt tatsächlich zu beginnen, nach so langer Zeit und was eigentlich als Highlight geplant war, kam uns nach all den Erlebnissen und atemberaubenden Sehenswürdigkeiten hier in Südamerika nun gar nicht mehr so groß vor. Um ehrlich zu sein, wir waren nach knapp 5 Monaten Reisen nicht mehr ganz so euphorisch und aufgeregt, wie wir es im Vorfeld vielleicht erwartet hatten, möglicherweise ein Zeichen, dass es an der Zeit ist, nach Hause zurückzukehren.

Den Beginn unserer Reise verbrachten wir in dem fancigsten/luxeriösesten Hotel seit unserem Beginn in Panamacity, wo es zum ersten Mal seit gefühlten drei Monaten auch was anderes zu frühstücken gab, als Weißbrot mit Marmelade. Am nächsten Tag stand dann eine Tour durchs Sacred Valley samt Besichtigung einiger Inkaruinen an, bevor es dann mit der eigentlichen, 4-tägigen Wanderung losging. Rückblickend kann man sagen, dass sich die Tour echt gelohnt hat! Die Landschaft, bestehend aus Nebelwäldern, 4000m hohen Pässen und abgrundtiefe Schluchten war jeden der zahlreichen Euros, die wir im Vorfeld diese Tour investiert hatten, wert. Auch hatten wir relativ viel Glück mit unserer Reisegruppe, die durch alle Nationalitäten und Altersgruppen gemischt war und uns während dieser Reise vorzüglich unterhalten hat. Die eigentlichen Helden dieser Wanderung aber waren die Porter, die unser Zeug, das Essen, die Zelte, das ganze Equipment, eigentlich alles getragen haben und mit den 30kg auf dem Rücken die Berge immer noch doppelt so schnell rauf gelaufen sind wie wir… und das machen die jede Woche!

Am letzten morgen der Wanderung wars dann endlich soweit: Wir sind um 3 Uhr morgens aufgestanden und die letzten Stonsteeps raufgestiegen um dann endlich bei Sonnenaufgang am Sonnentor zu stehen und eine undurchdringbare Nebelwand anzusehen…! Leider hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt bei dem Highlight unserer Reise, sodass wir das Weltwunder, wenn überhaupt, nur kurz mal von oben zu Gesicht bekamen. Glücklicherweise war auch eine Führung durch die Ruinen inbegriffen, wodurch wir Machu Picchu doch noch zu Gesicht bekamen, allerdings ohne das Panorama, was dem ganzen dann doch ein bisschen den Zauber genommen hat. Zurück gings mit Zug und mit dem Bus nach Cusco, wo wir dann noch zwei entspannte Tage verbracht haben und eine anstrengende Wanderung zu den “Rainbow Mountains” unternommen haben (wo uns noch mehr Nebel und schlechtes Wetter erwartet hat, hurra!).

Insgesamt kann man sagen, dass zumindest für mich der Inka-Trail beeindruckender war als, Machu Picchu selbst, was aber auch sicherlich am schlechten Wetter und der Tatsache, dass wir schon die ein oder andere Inkaruine auf der Reise gesehen haben lag.

P.S. Fotos folgen in Kürze

Long time no talk, aye

Lang lang is her, seit dem letzten Blog-Eintrag. Sorry ’bout that. Viel passiert, ist dazu auch noch… Arun hat ne Auszeit vom Backpacker-Leben genommen und hat seine Eltern für eine Woche in New York City besucht, während ich durch Peru gestreift bin und alleine Bolivien bereist habe. Arun ist wahrscheinlich im Moment auch irgendwo im süden Boliviens und bestaunt die gleiche, unglaubliche Natur wie ich, vor knapp 2 Wochen. Seit dem letzten Blog-Eintrag sind wir beide durch mehr als ganz Peru gereist und haben Ort passiert, in denen im Moment der Notstand ausgerufen ist. Ein komisches Gefühl, Bilder zu sehen von Orten, die völlig zerstört bzw. unterwasser sind, an denen wir vor 3 Wochen noch standen. Gleichzeitig aber auch ENTWARNUNG! Mir geht es gut! (…und Arun ggf. auch). In der zwischenzeit, waren wir in der Cordillera Blanca unterwegs, sind durch den Colca Canyon gewandert und haben die berühmt Festung von Chan Chan besucht. In Arequipa haben wir uns dann getrennt (Sorry Arun, that it had to come to that #nohomo) und ich bin weiter Richtung Titikakasee und Bolivien gereist. Mittlerweile bin ich wieder in Peru und lebe auf einer Quechua Farm, im Heiligen Tal, nahe Cusco. Dort werden wir beide uns dann auch wieder treffen und zusammen den Inka-Trail nach Machu Picchu laufen.

Soweit eine kurze Übersicht, zu dem was bisher geschah. Die Tatsache, dass der Blog-Eintrag erst jetzt kommt und die Fotos immer noch auf sich warten, liegt daran… Wir waren wahrscheinlich einfach ein bisschen faul, aber zu unser Verteidigung, es gibt manchmal einfach schlichtweg kein Internet, geschweige denn Strom! Und selbst wenn es welches gibt, dann besteht das Internet eher aus einer Bambusleitung, als Glasfaser. Wir bitten vielamals um Verständins.

Half-Time in South America

With the half of our journey being over now, here is a short summary for everybody who follows our blog and only speaks English. So far our travels have been amazing! It really doesn´t feel like we´ve been on the road for just two and a half months now, because we have already seen so much, been at so many different places and met so many different faces, it feels more like we´ve been travelling for a year. From the paradise like islands of Bocas del Toro in the Caribbean to the misty mountains of the Andes, the nature in South America has been more than impressive. The National Park in Cahuita, the Quilotoa-Loop in Ecuador and Cajas National Park near Cuenca have only been some of the highlights so far. And although we couldn´t visit Galapagos due to our limited budget, we managed to visit the Isla de la Plata and swam with sea turtles in the ocean blue water.

We experienced adventure, doing Bungee-Jumping and White-water rafting, and relaxment, party in Montanita and Mancora, great hikes, great food, great new experiences and a lot of bus driving. South America certainly hasn´t been boring so far.

We are looking forward to the second half of our journey. I do not regret having started this journey once so far and I am optimistic, it will stay like this the second half too! A lot of highlights are still in front of us, like Machu Picchu, Iquitos or the Titicaca Lake. Special thanks also to all the amazing, inspiring and entertaining people from all over the world we got the pleasure to meet and who made journey unforgettable. With our Spanish ever improving and our hunger for travelling still as big as in the beginning, we are living la pura vida every day!

Monatsbilanz Nr. 2

Wir sind nunmehr als 2 Monate unterwegs und bevor es das Bergfest zu feiern gilt, ist es wieder Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Das erste was mir dazu einfällt, ist die Vorstellung, dass noch nicht einmal die Hälfte unserer Reise vorbei ist! Dennoch haben wir schon so viel Unglaubliches erlebt und die Vorstellung, dass das noch knapp 3 Monate so weiter gehen soll ist ein Geschenk! Zu den Erlebnissen gehören unteranderem die Besteigung eines 4700 Meter hohen Vulkan (Die 5000 werden noch geknackt), eine Fahrradtour mit über 900 Metern Abfahrt aus den Höhen der Anden in das Amazonas Delta hinein (Die 50 Km/h wurden safe geknackt), eine ziemlich krasse Rafting Tour, mit Meeresschildkröten schnorcheln und Blaufußtölpel hautnah erleben. Und das waren nur die Highlights! Nicht zu vergessen, den Besuch im Restaurant, das einfach keine Messer hat (Obwohl sie Fleisch serviert haben!), eine wunderschöne Rundwanderung durch die Anden Ecuadors, die unglaublichen, frischen Säfte und das lecke Essen (von Ceviche bis Patacones ist alles dabei) und die Tatsache, dass ich zwischenzeitlich sogar Arun, was Bräune angeht, überholt habe! Diesen Monat haben wir größtenteils in Ecuador verbracht, einem Land das alles zu bieten hat: Tiefster Urwald, laute Großstädte, hohes Gebirge und wunderschöne Strände! Hier bleibt kein Wunsch offen! Allerdings führt unsere Route nach Süden und wir werden Ecuador bald verlassen und uns ins Abenteuer Peru stürzen! (Achja und weil wir noch mehr Zeit haben als erwartet, wahrscheinlich auch noch Bolivien! Cheers to that!) Long story short, die Bilanz für diesen Monat:

Ama la vida!

Der geilste Burger aller Zeiten

Hallo Leute,

nach längerer Zeit nun auch mal wieder ein Blogeintrag von uns. Wir sind mitlerweile nach einer kurzen 48 Stunden Anreise in Quito, Ecuador angekommen (5:30 Bus von La Fortuna nach San Jose mit umsteigen, 12:00 Nachtbus von San Jose nach Panama City, 4:30 am nächsten Tag Taxi zum Flughafen Panama City, knapp 10 Stunden im Flughafen rumgammeln, dann um 15:30 Flug nach Quito, Ecuador, 18:00 Ankunft). Locker easy zu bewältigen, oder? Was es auch überhaupt nicht noch anstrengender gemacht hat, war die Tatsache, dass wir die Nacht davor durchgemacht haben (“Was? Wie spät ist es? 22 Uhr?” “Ne 2 Uhr” “Ach dann lohnt sich das ja auch nicht mehr ins Bett zu gehen”).

Man kann festhalten, dass Quito eine echt ganz schöne Stadt zwischen den Bergen ist, die noch mit einer ganzen Menge Historie gesegnet ist. Das Hostel in dem wir aktuell bleiben lässt nichts zu wünschen übrig und zwischen abendlichen Gesprächen mit den anderen Hostelgästen und einem kurzen Abstecher ins Nachtleben von Quito, haben wir ihn gefunden: den vielleicht geilsten Burger der Welt! Gemacht mit einer perfekten Kombination aus Boulette, Schinken, Ei, Pommes, Salat, Tomate, Ketchup, Mayonese und Salsa haben wir uns jeden Tag in Quito unseren abendlichen Burgasmus abgeholt. Versteckt in einem kleinen unscheinbaren Laden an der Straße sind wir nur durch den Tipp eines anderen Hostelbewohners auf dieses Tor zum Bürgerhimmel gestoßen (probs an Angie) und schweben seitdem geschmacklich auf Wolke Sieben.

Außer Bürgeressen sind wir noch ganz casually auf den 4700 Meter hohen Haus-Vulkan von Quito gestiegen, haben auf der Äquator-Linie gedabt und geschaut, in welche RIchtung das Wasser fließt (Antwort: In gar keine, sondern grade runter), eine wirklich halsbrecherische Treppe auf einer Kathedrale bestiegen und den Tiermarkt in Otavalo besucht. Und außerdem haben wir auch noch mitgenommen, was auf keiner gute Reise fehlen darf: Eine wunderbare Magen-Darm Grippe! Tja, scheiße gelaufen, aber nach einem Ruhetag in Otavalo und einem zusätzlichem Zwischenstopp in Quito sind wir zuversichtlich, dass wir heute weiter können!

(Fotos folgen, sobald das Internet nicht mehr aus einer Bambusleitung besteht)

150 Meter in den Tod – Sorry Mom

Es ist mittlerweile schon ein bisschen her, seitdem wir den Blog geupdated haben. Das lag aber weniger daran, dass nichts nennenwertes passiert ist, sonder eher am Gegenteil und wir kaum Zeit hatten, uns um den Blog zu kümmern.

2017 ist da und es hat vielversprechened angefangen! Neujahr wurde in Puerto Viejo mit Galinda gefeiert, was, nach dem ein oder anderem Tequilla, damit endete, dass wir ein “6 am.-Morning-Nap” im Rocking J’s auf deren Bänken gemacht haben, bevor es mit dem ersten Bus zurück nach Cahuita ging. Kurz darauf ist ein großartiger Monat für uns zu Ende gegangen und wir mussten unsere Sieben Sachen packen und uns von Brigitte, ihren liebenswerten Helferinnen und Helfern, den Pferden und einem unglaublichen leckeren Frühstück verabschieden. Der Weg führte nach Monteverde, allerdings haben wir auf dem Weg dorthin noch einen Zwischenstopp in San Jose gemacht und die Hood von Gala kennengelernt. Im wunderschönen Monteverde angekommen ließ die Aktion nicht lange auf sich warten: Ein super interessanter Schmetterling-Garten, eine Nachtwanderung durch den Dschungel Monteverdes und ein ja, heute war auch der berühmte Bungee-Sprung dran. Aus 150 Metern ins Nichts! Eine absolut geile Erfahrung, that literally made me scream: “WHAT THE FUCK!” Danke fürs unfreiwillige finanzieren Mom. (Love ya! 😅)

Morgen geht es dann nach La Fortuna und zum El Arenal. Danach wird ein neues Kapiel in unserer Reise angeschlagen: Wir nehmen den Bus nach San Jose, von dort den Nachtbus (16h) nach Panama City um von dort unseren Flug nach Quito zu erwischen. Warum nicht oder?!  Soweit die Planung, mal gucken ob die Durchführung damit übereinstimmt! Fotos und Postkarten folgen, keine Sorge!

Erste Monatsbilanz

Kaum zu glauben, aber ja, mittlerweile ist schon ein Monat unserer Reise rum und es ist Zeit eine erste Monatsbilanz zu ziehen:

In unserem ersten Monat haben wir bereits zwei mittelamerikanische Länder bereist und einiges erlebt! Von Polizeieskorte über Reiten durch den karibischen Dschungel bis zum Stand-Up-Paddeling um paradisische Inseln. So weit so gut würde ich da mal sagen! Nach getaner Arbeit (Frühstück servieren, Grass schneiden am Highway oder mit auf Touren gehen) schaut das Tagesprogramm ziemlich relaxed aus. Mal schnappen wir uns ein Surfboard und versuchen die ein oder andere karibische Welle zu erwischen, mal machen wir kleinere Wanderungen durch die Nationalparks hier in der Gegend oder wir leihen uns ein Fahrrad aus und machen ne kleine Fahrradtour auf der einzigen Straße durch den Dschungel. Was auch immer das tagesfüllende Programm beinhaltet, wir genießen jeden Tag. Insofern lautet die Bilanz nach dem ersten von fünf Monaten:

PURA VIDA

P.S. Froher 4. Advent (Verzögerung liegt an der Zeitverschiebung und den hiesigen Temperaturen)

Die ersten Tage – Cahuita, Costa Rica

Wir haben es sicher über die Grenze nach Costa Rica geschafft und sind nun bei Centro Turisitco Brigitte in Cahuita angekommen. Der erste Eindruck ist, wie sollte auch anders kommen, genial! Arun und ich haben unsere eigenen Räume, eigene Hängematten vor der Tür und der Strand ist keine 100m entfernt. Unsere Arbeit besteht, bis jetzt, daraus, beim Frühstück zu helfen, am Highway mit der Machete Gras zu schneiden, für die Pferde und auf Entdeckungstouren zu gehen, damit wir den Gästen erzählen können, was sie bis jetzt verpasst haben. Bis jetzt haben wir eine Runde durch den wunderschönen Nationalpark in Cahuita gemacht und sind ein indigenes Volk besuchen gegangen, um dort unsere eigene Kakao-Bohnen zu rösten, zu mahlen und  zu einem selbst gemachten Kakao zu verarbeitet.100% Natürlich und einfach unschlagbar lecker. Der einzig negative Punkt, der hier einem sofort auffällt, ist dass man so gut wie gar nicht in Weihnachtsstimmung kommen kann, wenn man jeden Tag so eine Aussicht hat:

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Parque National Cahuita

In diesem Sinne, Frohen Nikolaus